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Wir (Toni Tuklan und ich, Dietmar Wurst) waren ja über Weihnachten und Sylvester, wieder in Nigeria, um (eigentlich) unsere Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ Sportartikel für Afrika zu vollenden. Wie Du vielleicht gemerkt hast, war dort ein Wort zu viel,  „eigentlich“.

Tatsächlich mussten wir auch dieses Mal das Land wieder verlassen, ohne die ganzen Sachen persönlich auszuhändigen. Dies war ja unser Wusch, den wir ja auch immer wieder kommuniziert haben. 

Wir sind TOTAL traurig, verärgert und auch oft fassungslos gewesen. Es ist zu Differenzen in den Container Register und bei den Behörden in Afrika gekommen. Wir hatten vorher die Aussage, dass alles klar ist und der Container, jederzeit am Zielort ankommen kann! Ansonsten wären wir ja gar nicht los geflogen. Leider wurde dies nicht eingehalten. Selbst am Abflugtag in Deutschland wurde uns versichert, der Container wird da sein. Auch wenn die Erklärungen, die wir leider erst vor Ort bekommen haben, zur nochmaligen Verschiebung nachvollziehbar klingen, verstehen wir nicht, dass dies nicht vorher geklärt werden konnte!

Das GUTE, der Container ist da, es geht im Gut (soweit es einem Container gut gehen kann), die Spenden werden ihr Ziel erreichen! 

Sicherlich sind (irgendwo) Fehler gemacht worden. Wann und wo auch immer wird sich nicht mehr im Detail klären lassen. 

Was uns immer wieder gesagt wurde, bleib ruhig, es wird schon klappen! Meist stimmt es auch, denn insbesondere jetzt muss man die Gelassenheit der Afrikaner bewundern, was uns natürlich um den Verstand bringt.

Es wird auch klappen!!!! Die Bilder werden dazu kommen!! Die Freude wird zu sehen sein, allerdings sind Toni und ich gerade eher frustriert, dass wir dieses (nun doch  nicht) selbst erleben dürfen. 

Was trotz alledem zu sagen bleibt:

Bei jedem Besuch in Afrika, bestätigt sich die Richtigkeit der Aktion! Doppelt!

Einmal wie wichtig Fußball im Leben der Afrikaner und hier insbesondere der Nigerianer ist! Es ein Lebenselixier und bereitet viel Freude.

Und dann auf der anderen Seite, mit welchen Mitteln sie spielen und Sport ausüben. 

Bei dem Turnier in Tonis Heimatstamm (Onicha Olona) in Nigeria, waren einige hundert Zuschauer und die sin einem „kleinen“ Dorf. Es ist ein richtiges Event mit Live Musik und Lebensfreude und teilweise tanzende Zuschauer. Das Fernsehen hat darüber berichtet. Sicherlich auch weil ein „alter“ Bekannter aus Deutschland, Jay Jay Okocha, zu Besuch da war. Okocha hat International gespielt und auch bei Eintracht Frankfurt. Er ist im Nachbardorf groß geworden und hat hier das Fußballspielen gelernt. 

Wir wollten ja auch hier auch ein Teil der Spenden verteilen.

Der Container wird nun bald (ich werde hier keine Daten mehr nennen,) Nach Asaba gebraucht. Dort wird sich dann Emmanuel um die Verteilung kümmern, dies wird Toni dann aus Deutschland mit ihm und Chief Tonobok Okowa - Delta State Bundeslands Sportskommission koordinieren.

Emmanuel Bazim Chinye  (Executive Chairman Delta State Waste Management Board), ist ein Cousin und guter Freund von Toni. Ich habe ihn auch schon mehrfach getroffen, er ist ein Herzenstyp, mit einer grandiosen und mitreißenden Lache :-). Bei der ersten Reise, waren wir schon zum Geburtstag seiner Frau eingeladen.

Ich kenne die Protagonisten in Lagos und in Asaba mittlerweile ganz gut persönlich. Es beruhigt mich, dass dort vertrauensvolle Personen dabei sind. Aber auch umso enttäuschender ist es, dass wir es nicht persönlich erleben werden.

Wenn ich bei dieser Reise den Einheimischen wieder von meiner Verzweiflung, mit dem nicht verteilen der Spenden, erzählt habe, gab es einen breiten Konsens.

Bleib ruhig, es wird schon klappen!!! Dies zog sich durch alle Schichten, denn auch dieses Mal habe ich/wir dann mit Königen, mit Senatoren/Landräten darüber gesprochen, aber auch der einfache Chief oder Fußballer sagte, dies. Entspann Dich, es wird schon klappen. 

Mein Vater hat immer gesagt „Da müssen wir durch“, dies ist wohl so! Das Kölsche Grundgesetz “ et hätt noch emmer joot  jejange“ (Es ist bisher noch immer alles gut gegangen), trifft hier wohl zu.

Dabei haben wir ALLES versucht und getan, dass wir das Leuchten in den Augen bei den Empfängern selber sehen. Die Freude spüren. Die Freude der Afrikaner, kann grandios sein, auch dies durfte ich  wieder bei dieser Reise erleben.

Bei einen unsere vielzähligen Besuch im Dorf, waren wir auch bei einer Versammlung von Tonis alten Schulkollegen dabei. Da es von offizieller Seite nicht möglich ist ein Schulhaus für die Lehrer zu bauen, will die  Dorfgemeinschaft dies aus eigenen Mitteln in Eigeninitiative machen. Dies Projekt haben Toni und ich dann auch wirtschaftlich unterstützt. So konnten wir da zumindest die Freude und den Dank sofort sehen und hören :-).

Auch wenn die Enttäuschung uns gerade tief in den Knochen steckt, bestätigt dies alles!! 

Es war goldrichtig diese Aktion ins Leben zu rufen 

und wir sind nach wie vor unglaublich dankbar, welche tollen Worte wir hören. Wir haben mittlerweile beide verdammt viel Zeit, Kraft, Energie und auch persönliches Geld dort investiert, da ist es umso wichtiger diese Bestätigungen zu bekommen.

Dietmar, falls Du schon mal in Afrika warst, wirst Du die herzlichen Menschen und sehr einfach zufriedenzustellenden Leute kennen. Falls Du noch nicht da warst, komm vorbei und du wirst sehen, dass es gut war, dass Du das Projekt unterstützt hast.

Der einzige Wermutstropfen ist tatsächlich, dass Toni und ich nun doch nicht persönlich dabei sein werden. 

Wie sagt ein Sprichwort: Die Deutschen haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit.

Wir berichten weiter! Versprochen!

 

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Jay Jay Okacha 2. V. l.  Ton Tuklan, 3. V.r.

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